Hall of Shame

Verkehrshimbeere 2014

Die Plattform für nachhaltige Mobilität – PlattMobil verleiht die Verkehrshimbeere 2014 an die Stadtgemeinde Hollabrunn für den Umbau des Eugen-Markus-Platzes.

“Die Stadtgemeinde Hollabrunn ist nicht ohne Grund Gewinnerin der heurigen Verkehrshimbeere”, fasst Tadej Brezina, Obmann von Plattmobil kurz zusammen. “Bei der Umgestaltung des Eugen-Markus-Platzes wurde die Chance vergeben einen Teil Stadt menschenfreundlich statt autofreundlich zu gestalten.” Wo Platz zum Verweilen Lebensqualität hätte schaffen können, breiten sich die altbekannten Asphaltflächen im Form von Kreisverkehren aus. “Da wurde viel Geld in die Hand genommen, um den Status Quo der Autogläubigkeit zu zementieren. Hätte man hier ein bisschen weiter in die Zukunft geblickt, als bis zur nächsten Wahl, wäre einiges möglich gewesen.”, schließt Brezina seine Urteilsbegründung ab.

Verkehrshimbeere 2013

Die Plattform für nachhaltige Mobilität – PlattMobil verleiht die Verkehrshimbeere 2013 an das BMVIT und die ASFINAG für das Vorhaben der Traisental-Schnellstraße S34.

Tadej Brezina und Johannes Kehrer, das Obmann-Duo der Plattform für nachhaltige Mobilität – Plattmobil, sind sehr erfreut, dass die zehnköpfige Jury heuer wieder aus dem Vollen schöpfen konnte und zum Hauptpreis auch noch zwei Sonderpreise vergeben hat.

  • Der Hauptpreis geht an das Verkehrsministerium und die ASFINAG für das vormoderne Megaprojekt der Traisental-Schnellstraße S34.
  • Der Sonderpreis „Nichts gelernt“ geht an die Wirtschaftskammer Wien und ihre Präsidentin Brigitte Jank für ihren blinden Verhinderungseifer rund um die Neuorganisation der Mariahilfer Straße.
  • Der Sonderpreis „Adventblockade“ geht an die Straßen- und Marktämter der Stadt Graz für das Blockieren von Hauptradrouten mit Christbaumverkäufen.

 

Verkehrshimbeere: Traisental-Schnellstraße S34

„Das BMVIT und die ASFINAG haben sich die heurige Verkehrshimbeere redlich verdient!”, sind Tadej Brezina und Johannes Kehrer von PlattMobil überzeugt. Seit Jahren verfolgt das Verkehrsministerium im NÖ Zentralraum eine kurzsichtige, rein autoverkehrslastige Politik. Im Fall des Traisentales wird trotz faktisch stagnierenden Autoverkehrs und einer parallel verlaufenden Bahnstrecke der Bau einer Schnellstraße vorangetrieben.

Tadej Brezina von PlattMobil analysiert: „Schon vor vielen Jahren hat der Österreichische Psychologe Paul Watzlawick festgestellt, dass ‚Mehr vom Selben’ nicht glücklicher macht. Das Verkehrsministerium agiert, als ob es ein reines Automobilministerium wäre – es hält beim „Mehr vom Selben“ fest und wagt nicht den Schritt zu zukunftstauglichen Konzepten.“ In der Kosten-Nutzen-Analyse wurde ein Ausbau der parallel verlaufenden Traisental-Bahn, die seit dem Kappen der Verbindung über den Gerichtsberg ins Wiener Becken latent einstellungsgefährdet ist, in lediglich 8 (in Worten: acht) Zeilen abhandelt.

Kehrer und Brezina zeigen Alternativen auf: „Zum Beispiel könnte mit dem Schnellstraßenbudget von 240.000.000 EUR leicht ein florierenden Schnellbahnsystems „NÖ Zentralraum“ errichtet werden. Stattdessen wollen Verkehrsministerium und ASFINAG mit dieser Autobahn (4-spurig, kreuzungsfrei) die Umfahrungswünsche aus St. Pölten befriedigen.“

Sonderpreis „Nichts gelernt“

„Die Wirtschaftskammer Wien und ihre Präsidentin Brigitte Jank haben aus den vielen nationalen und internationalen Erfolgsbeispielen der Vergangenheit nichts gelernt.“, stellt Tadej Brezina eingangs fest. Sie setzen wider breit anerkanntem Wissen das wirtschaftliche Florieren von Einkaufsstraßen mit guter Erreichbarkeit für den Autoverkehr gleich und arbeiten konsequent gegen zukunftsfähige städtische Mobilitätskonzepte. Neben der dominierenden Plattform für nachhaltige Mobilität – PlattMobil www.plattmobil.org Einkaufskraft der Fußgänger haben die Wirtschaftsfunktionäre auch die vielen erfolgreichen Beispiele verschlafen, z.B. Kohlmarkt und Kärntnerstraße in Wien, die Linzer Landstraße, die großzügigen Fußgängerzonenerweiterungen in Ljubljana, Slowenien.

Im Fall der Mariahilfer Straße ist es schade, dass die Kammermitglieder mit der nutzlosen Instrumentalisierung für den NR- Wahlkampf zwangsbeglückt wurden, statt als gestalterische Kraft zu dienen. Abschließend stellt Brezina fest, dass die gelebte Doppelzüngigkeit ein starker Beweggrund für die Juryentscheidung war: “Einerseits auf allen Ebenen dagegen wettern, andererseits im medialen Sonnenschein der Europäischen Mobilitätswoche vor Ort E-Fahrrad-Testangebote eröffnen.“

Sonderpreis „Adventblockade“

Das Grazer Straßenamt und Marktamt weisen Christbaumverkäufern Standplätze auf bereits beengten Flächen für Fußgänger und Radfahrer zu. Die ausgiebigen Autoverkehrsflächen, Fahrbahnen und Abstellplätze, bleiben hingegen gänzlich unberührt. Der Obmannstellvertreter von PlattMobil Johannes Kehrer führt aus: „Dadurch werden sogar Hauptradrouten über mehrere Wochen unpassierbar.“

Diese Vorgehensweise produziert Konfliktsituationen und Gefahren und verdeutlicht darüber hinaus das mangelnde Verständnis der Verwaltung gegenüber fairer Aufteilung der Flächen. Brezina ergänzt Kehrers Ausführungen mit der Analyse, dass damit der sich ökologisch fortbewegenden Bevölkerung die Amtseinstellung aufgezwungen wird: „Im Winter könnt’s eh nicht mit dem Fahrrad fahren, daher brauchts’ auch die Hauptradrouten nicht.“

Das Grazer Straßenamt und Marktamt erhalten diesen Sonderpreis stellvertretend für viele andere Städte in Österreich, die mit ähnlichen Praktiken glänzen, z.B. in der Wiener Innenstadt auf der Freyung oder am Vorplatz der Paulanerkirche im Wiener 4. Bezirk.

Verkehrshimbeere 2012

Verkehrshimbeere 2012 an Grazer Nasenrückbau und Wiener “Tillerschwenk”!

Die “Plattform für nachhaltige Mobilität – PlattMobil” verleiht die heurige Verkehrshimbeere nach Graz – an den Bürgermeister Siegfried Nagl und ÖVP Verkehrssprecher Peter Mayr. Mit der Verkehrshimbeere bedacht wird der erneute Abbau einer noch gar nicht fertiggestellten Gehsteignase am Grazer Dietrichsteinplatz. Johannes Kehrer, Stellvertretender PlattMobil-Obmann erklärt, dass sich Gehsteigvorziehungen – auch Ohrwascheln oder Nasen genannt – in der kommunalen Verkehrspraxis bewährt haben. Sie sind absolut sinnvolle Maßnahmen für die Erhöhung der Fußgeherqualität und Sicherheit. Tadej Brezina, Obmann von PlattMobil, präzisiert: “Der autofreundliche Rückbau einer noch nicht fertiggestellten Fußgehermaßnahme gegen die Anwohnerinteressen ist eine Geldverschwendung ersten Ranges. Das ist urbane Retro-Verkehrspolitik.” Den angefügten Fotos ist gut zu entnehmen, dass die Sicherheit der Querung dadurch wieder stark eingeschränkt wurde. Zusatzinfo: Dringlicher Antrag von Peter Mayr (ÖVP) auf Rückbau der Gehsteigvorziehung (http://www.graz.at/cms/dokumente/10199684_4748728/dc066de6/02_%C3%96VP_Mayr_Verkehrsplanung.pdf)

Für Radfahrer im 19. Bezirk: gut gemein(t).

Zusätzlich verleiht die Jury eine Verkehrshimbeere in der Kategorie “gut gemein(t)” an die Stadt Wien und den Bezirksvorsteher von Wien’s 19. Bezirk Adolf Tiller für den “Tillerschwenk” am Donaukanalradweg. Der jetzt schon viel zu enge Donaukanalradweg windet sich im 19. Bezirk zwischen den Brückenpfeilern der Hochstraße Richtung Klosterneuburg und Parkplätzen. Statt die Parkplätze vom Rad- und Fußweg auf die Fahrbahn zu verlegen, wurde ein zu schmaler und uneinsichtiger Schwenk um den Pfeiler hinasphaltiert – der “Tillerschwenk”. Brezina und Kehrer fragen sich: “Wird sich dieser “Tillerschwenk” durchsetzen als Begriff für komplizierte und gefährliche Nicht-Lösungen zur Bewahrung einer Stellplatzbewahrungspolitik um jeden Preis?”.

Radwegbenützungspflicht

Eine lobenswerte Erwähnung wird an die Bundesverkehrspolitik von ÖVP und SPÖ (Verkehrsministerin Bures) ausgesprochen. Beide haben’s auch in dieser Novellierung der Straßenverkehrsordnung noch nicht geschafft, eine generelle Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht umzusetzen. Stattdessen wurde die selektive Aufhebung einzelner Abschnitte ersonnen, ohne Qualitätskriterien einzuführen. Tadej Brezina führt aus, dass eine Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht und eine Kopplung an nachvollziehbare, verpflichtende Qualitätskriterien für Radinfrastrukturen notwendig ist, um dem Radverkehr in Österreich weiter zu entwickeln. Johannes Kehrer meint unterstützend: “Nur Mut Frau Ministerin und Herr Bartenstein, die gesteigerten Radfahrerzahlen in unseren Städten benötigen auch rechtlicher Instrumente wie in fortschrittlichen Radfahrnationen!”

Und übrigens …

… die geplante Lobau-Autobahnuntertunnelung wurde auch eingereicht. Sie wurde von der Jury als frappierendes Beispiel des Beharrens auf Mammutprojekten im verkehrspolitischen Geiste der 1960er Jahre mit einem Sonderpreis bedacht. Milliardenschwere Tunnels, zusätzliche Straßenbauten und das ganze im ökologisch sensitiven Naherholungsgebiet der Stadt sind KEINE zukunftsgerichtete Verkehrspolitik.

Verkehrshimbeere 2011

 

Verkehrshimbeere 2011 an die NÖ Landesregierung

Die Verkehrshimbeere ist der Preis, der jene Umsetzungen, Konzepte und Regelungen im Verkehrswesen prämiert, die einer Entwicklung zu einem zukunftsfähigen und sowohl ökologisch als auch sozial verträglichen Verkehrssystem im Wege stehen. Dabei werden Kriterien wie schlechtes Vorbild, Langfristigkeit der Maßnahme, schlechte Wirtschaflichkeit, Förderung eines hohen Ressourcenverbrauches und die Verringerung von Chancengleichheit berücksichtigt.

Verkehrshimbeere an die NÖ Landesregierung: Das Holz fährt doch nicht Rad!

Die Prämierung erfolgt für die Übernahme der Regionalbahnen in NÖ von den ÖBB und das großflächige Einstellen des Betriebes auf diesen (darunter die Thayatalbahn) im Widerspruch zu anderslautenden, großspurigen Behauptungen von Serviceverbesserungen im Vorfeld, für die Nichteinhaltung von internationalen Vereinbarungen mit Tschechien, das Ausspielen der beiden ökologischen Verkehrsmittel Radverkehr und Bahn, sowie das Forcieren von parallelen, millionenschweren Straßenaus- und Neubauten.

Mit der Umstellung auf Busverkehre statt eines modernen Bahnbetriebes, wie man ihn in Deutschland und der Schweiz genießen kann, wurde ein weiterer, schwergewichtiger Schritt in der Abwärtsspirale zur Ausdünnung des regionalen öffentlichen Verkehrs gesetzt. Zusätzlich werden durch das geplante Abtragen von Gleisen langfristig wirkende Fakten geschaffen, die angesichts der zukünftigen Energiesituation (zB. Erdölverknappung durch Peak Oil) grob fahrlässig erscheinen.

Sonderpreis für die 23. StVO-Novelle

In der Kategorie “Regelungen, Gesetze und Förderungen” vergibt die Jury einen Sonderpreis an das BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) für die Vorlage des Begutachtungsentwurfes zur 23. StVO-Novelle. In einer vorbereitenden Arbeitsgruppe wurde von Vertretern zivilgesellschaftlicher und sozialpartnerschaftlicher Organisationen im breiten Konsens ein Spektrum an Radverkehrsfördermaßnahmen für die Straßenverkehrsordnung und die Fahrradverordnung ausgearbeitet, wie z.B. die Aufhebung der Radwegebenützungspflicht.Das Ministerium ließ all dies unberücksichtigt, übrig blieb lediglich die populistische Radhelmpflicht für Kinder bis 14 Jahren – die nach wie vor von nahezu allen Verkehrsexperten in Österreich abgelehnt wird.

Aus allen Einreichungen wurden in einer ersten Runde sieben Finalisten ermittelt, aus denen – nach intensiver Diskussion – die international besetzte, 9-köpfige Jury die beiden Preisträger bestimmte.

Lobenswerte Erwähnungen

Die weiteren Finalisten, die sich eine lobenswerte Erwähnung verdient haben, sind

  • Der neue Radweg in der Donaustraße in Klosterneuburg. Eine verpasste Chance für zeitgemäße Verkehrsplanung im Rahmen des sehr stark befahrenen Donauradweges.
  • Die mangelnde Berücksichtigung von Radinfrastruktur auf den neu gebauten Straßenbrücken im Rahmen der Güterzugsumfahrung St. Pölten.
  • Die “Aktion Scharf” gegen Radfahrer sowie das kurzfristige, temporäre Untersagen von Rasen am Ringdurch die Wiener Polizei im Sommer 2011.
  • Die Radfahrstreifen und Radwege von kurzer Länge in ganz Österreich, die Radfahrern eine Wartepflicht gegenüber abbiegenden Autos verpassen. Beispielhaft in Wien: Die Margaretenstraße auf Höhe Ziegelofengasse und die Brückengasse von der Linken Wienzeile bis zur Mollardgasse.
  • Der Kreuzungsbereich Castellezgasse – Obere Augartenstraße – Kleine Pfarrgasse – Taborstraße in Wien. Statt Verkehrsteilnehmer vereinigende Planung gibt es eine trennende Reglementierungs- und Verkehrszeichenorgie.

Weitere Informationen zu Einreichunterlagen, Bewertungsschema, Jury und die vollständige Charta der Verkehrshimbeere finden Sie hier.

Reaktionen zur Verkehrshimbeere 2011 senden Sie bitte an diese Mailadresse.

 

Verkehrshimbeere 2009

 

Hauptpreis an Mödling, Sonderpreise an Niederösterreichische Parteien und kroatische Gemeinde.

“Die heuer zum ersten Mal vergebene PlattMobil Verkehrshimbeere wurde ins Leben gerufen, um aufzuzeigen, wie schlechte bauliche Lösungen, aber auch Gesetze und Regelungen die Entwicklung des Verkehrssystems in Richtung Nachhaltigkeit bremsen”, stellt DI Tadej Brezina von der Plattform für nachhaltige Mobilität den neuen Verkehrspreis vor.

Die international besetzte zehnköpfige Jury, bestehend aus männlichen und weiblichen Fachleuten aus dem Gebiet der Siedlungs- und Verkehrsplanung, hat es sich nicht leicht gemacht. Nach langer, durchaus kontroversiell geführter Diskussion stand schließlich fest: Der Hauptpreis der Verkehrshimbeere 2009 ergeht an die Gemeinde Mödling!

Verkehrshimbeere an Mödling

In Mödling wurde gegen den Willen der Anrainer eine verkehrsberuhigte Straße nach 15 Jahren für den motorisierten Durchzugsverkehr geöffnet. Selbst über 400 Unterschriften der Betroffenen konnten den Vekehrsstadtrat nicht von dieser für die Anrainer und deren Lebensqualität einschränkenden Maßnahme abhalten (Einreichungsunterlagen siehe unten). DI Harald Frey, Obmann-Stellvertreter von PlattMobil, führt aus: “Das Drüberfahren über die Bevölkerung und das Setzen von Maßnahmen in die gänzlich falsche Richtung waren für die Jury ausschlaggebend.”

Sonderpreis für Radhelmpflicht in NÖ

Des Weiteren ergeht der Sonderpreis der Verkehrshimbeere 2009 für Gesetze und Regelungen an die Landtagsklubs der ÖVP NÖ und SPÖ NÖ für den Beschluss der Radhelmpflicht für unter 15-Jährige im Rahmen des niederösterreichischen Sportgesetzes sowie die Aufforderung an den Nationalrat, diese Regelung auch in die StVO – und somit bundesweit gültig auf allen öffentlichen Verkehrsflächen – zu übernehmen.

Der Landtagsbeschluss wurde – von einander unabhängig – von Angela Weikmann aus Wien und Mag. Alec Hager, Obmann der IG Fahrrad Wien, eingereicht. Harald Frey berichtet von der Jurysitzung: “Die Jury würdigt damit zwei Umstände: erstens die geringe Praxistauglichkeit dieses Gesetzes und zweitens die Absicht des Landeshauptmannes und der beiden Fraktionen, eine Maßnahme bundesweit umsetzen zu lassen, die sich schon anderswo als Unsinn erwiesen hat.” In Ländern, in denen bereits ähnliche Maßnahmen umgesetzt wurden, kam es zu einer Reduktion der Radfahrenden und damit auch zur Verringerung der individuellen Verkehrssicherheit.

Der so genannte Effekt der Safety In Numbers (die steigende Anzahl der Radfahrer bedingt eine größere Rücksichtnahme durch KFZ-Lenker) verringert das Risiko des Zusammenstoßes, nicht erst der Verletzung. Frey: “Dieses Gesetz wirkt somit kontraproduktiv und verhöhnt die Zielsetzungen zur Steigerung des Radverkehrsanteils auf Bundes- und Landesebene und zur Attraktivierung des Radfahrens.”

Sonderpreis für Vodice, Kroatien

Aufgrund einer hervorstechenden Einreichung hat sich die Jury entschlossen, im Rahmen der Verkehrshimbeere 2009 auch einen Auslandspreis zu vergeben. Dieser geht an die Gemeinde Vodice in Kroatien für die Ausführung des Kreisverkehrs an ihrer Umfahrungsstraße, bei der zwar auf die “Bedürfnisse” der Autofahrer an der Oberfläche großzügig Rücksicht genommen wurde, die Fußgeher jedoch gleichzeitig auf Umwegen durch eine dunkle, enge und unattraktive Unterführung gezwungen werden.

DI Oliver Wurz, als Verkehrsplaner in einem Wiener Büro tätig, hat dieses “Kleinod” auf einer Reise zeichnerisch und photographisch festgehalten. Frey stellt fest: “Die Jury war wahrhaftig sprachlos über diese Art von Verkehrsplanung im Europa des 21.Jahrhunderts.” Die Prämierten erhalten die Urkunden im Laufe der nächsten Tage. Abschließend halten Frey und Brezina fest, dass die Vielfalt und die Qualität der Einreichungen zur vollsten Zufriedenheit gewesen seien und sich die Plattform schon auf die nächste Auslobung dieses neuen Preises freue.